FAQ
Was Führungskräfte über KI-Governance wissen sollten
Antworten auf die Fragen, die uns Vorstände, Geschäftsführungen und Entscheidungsträger im DACH-Raum am häufigsten stellen. Zu Regulierung, Haftung, unseren Leistungen und der Zusammenarbeit.
KI-Governance und Regulatorik
Was genau versteht man unter KI-Governance?
KI-Governance bezeichnet den Rahmen aus Regeln, Prozessen und Verantwortlichkeiten, mit dem eine Organisation den Einsatz von Künstlicher Intelligenz steuert. Sie umfasst strategische Entscheidungen darüber, welche KI-Systeme eingesetzt werden, regulatorische Anforderungen aus EU AI Act und DSGVO, organisatorische Strukturen für Rollen und Zuständigkeiten sowie die Kommunikation gegenüber Stakeholdern. KI-Governance ist kein IT-Thema, sondern eine Führungsaufgabe.
Warum ist KI-Governance eine Vorstandsaufgabe?
Die Entscheidung über den Einsatz von KI gilt nach § 93 AktG als unternehmensleitende Entscheidung. PwC Legal hat 2025 bestätigt, dass diese Entscheidung nicht unterhalb der Vorstandsebene delegiert werden kann. Vorstandsmitglieder sehen sich einer doppelten Haftung gegenüber: für das Unterlassen der KI-Einführung bei resultierendem Wettbewerbsnachteil und für den KI-Einsatz ohne adäquate Governance. D&O-Versicherer warnen zunehmend, dass persönliche Haftungsrisiken bei unzureichender KI-Governance steigen.
Was ist der EU AI Act und welche Fristen gelten?
Der EU AI Act ist die weltweit erste umfassende Regulierung für Künstliche Intelligenz. Er ist seit dem 2. Februar 2025 in Kraft. Artikel 4, der Unternehmen verpflichtet, ausreichende KI-Kompetenz sicherzustellen, gilt bereits. Die Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme treten im August 2026 in Kraft. Verstöße können mit Sanktionen von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.
Braucht mein Unternehmen einen KI-Beauftragten?
Der EU AI Act enthält keine formale Pflicht zur Benennung eines KI-Beauftragten. Die Rolle etabliert sich jedoch rasch als Best Practice. TÜV-Zertifizierungen für KI-Beauftragte gibt es bereits bei TÜV Rheinland, TÜV SÜD, TÜV Thüringen und DEKRA. Für Organisationen, die Hochrisiko-KI-Systeme einsetzen, wird eine formale Zuständigkeit für KI-Compliance faktisch unvermeidbar.
Was ist ISO 42001 und wer braucht sie?
ISO 42001 ist der internationale Standard für KI-Managementsysteme. Er definiert Anforderungen für die Einrichtung, Umsetzung und kontinuierliche Verbesserung eines KI-Managementsystems. Die Norm richtet sich an jede Organisation, die KI-Systeme entwickelt, bereitstellt oder einsetzt. Eine Zertifizierung kann als Nachweis dienen, dass eine Organisation ihre KI-Governance strukturiert betreibt.
Welche Rolle spielt die DSGVO bei KI-Anwendungen?
Die DSGVO ist bei nahezu jeder KI-Anwendung relevant, die personenbezogene Daten verarbeitet. Zentrale Anforderungen umfassen die Zweckbindung bei der Datenverarbeitung, Transparenzpflichten gegenüber Betroffenen, Datenschutz-Folgenabschätzungen für Hochrisikoverarbeitungen sowie das Recht auf Erklärung bei automatisierten Entscheidungen nach Artikel 22. Organisationen, die KI ohne DSGVO-Konformität einsetzen, riskieren Bußgelder und Reputationsschäden.
Was kostet es, KI-Governance nicht zu haben?
Die Kosten fehlender KI-Governance gehen weit über Bußgelder hinaus. Sie umfassen persönliche Haftungsrisiken für Vorstandsmitglieder, Reputationsschäden bei öffentlich werdenden KI-Vorfällen, Wettbewerbsnachteile durch verzögerte oder unkontrollierte KI-Einführung sowie steigende D&O-Versicherungsprämien. Governance ist keine Bremse, sondern eine strategische Absicherung.
Über das DKG-Institut
Was macht das DKG-Institut?
Das DKG-Institut liefert Vorständen und Entscheidungsträgern im DACH-Raum strategische Orientierung an der Schnittstelle von digitaler Kommunikation, KI-Governance und persönlicher Führungsverantwortung. Der Fokus liegt auf Orientierung vor der Entscheidung: belastbare Einordnung, bevor Budgets gebunden oder Umsetzungspartner beauftragt werden. Operative Umsetzung und technologische Details werden bewusst Partnern überlassen.
Was unterscheidet das Institut von Beratungen, Kanzleien und Agenturen?
Vier strukturelle Unterschiede: Das Institut operiert zeitlich vor der Entscheidung, während Beratungen implementieren, Agenturen umsetzen und Anwälte Compliance prüfen. Als unabhängiges Institut besteht kein Umsetzungsanreiz. Das Institut integriert rechtliche, strategische und kommunikative Perspektiven in einer Sitzung statt fragmentiert. Und es adressiert DACH-spezifische Anforderungen aus EU AI Act, deutschem Aktienrecht und DSGVO in Kombination.
Was bedeutet „Orientierung vor der Entscheidung“?
Der Claim beschreibt den zeitlichen Ansatzpunkt des Instituts. Zwischen dem Moment, in dem eine Führungskraft die strategische Relevanz von KI erkennt, und dem Zeitpunkt der Beauftragung eines Beratungsmandats liegt ein Entscheidungsvakuum. Das Institut füllt genau diese Lücke: Es liefert die Einordnung, die Führungskräfte benötigen, um zu verstehen, was sie brauchen, bevor sie Ressourcen binden.
Arbeitet das DKG-Institut nur in Deutschland?
Das Institut bedient den gesamten DACH-Raum: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die regulatorischen Anforderungen aus EU AI Act und DSGVO gelten in allen drei Märkten, wobei nationale Besonderheiten wie das deutsche Aktienrecht oder das schweizerische Datenschutzgesetz berücksichtigt werden. Erstgespräche und Briefings finden je nach Bedarf vor Ort oder virtuell statt.
Leistungen und Formate
Was ist ein KI-Strategie-Check?
Der KI-Strategie-Check ist ein kompaktes Vorstandsbriefing von 2 bis 4 Stunden, das rechtliche, strategische und reputationsbezogene Dimensionen von KI-Governance in einem vertraulichen Rahmen integriert. Er dient als risikoarmer Einstieg und verschafft Führungskräften Klarheit über ihre aktuelle Governance-Situation, bevor sie handeln.
Was beinhaltet eine Governance-Architektur?
Die Governance-Architektur ist ein projektbasiertes Format, in dem das Institut ein KI-Governance-Framework für die jeweilige Organisation entwickelt. Das umfasst Rollen und Verantwortlichkeiten, Entscheidungsprozesse, Dokumentationsstrukturen und Kommunikationswege gegenüber internen und externen Stakeholdern. Das Ziel ist ein Framework, das im Alltag der Organisation funktioniert.
Was bedeutet Governance-Mandat?
Das Governance-Mandat ist eine dauerhafte strategische Begleitung auf Führungsebene. Es umfasst regelmäßige Lageeinschätzungen zur KI-Governance-Situation der Organisation, Governance-Reviews bei Veränderungen im regulatorischen Umfeld und strategische Beratung zur Stakeholder-Kommunikation. Das Institut agiert dabei als Sparringspartner, der zwischen den Terminen erreichbar ist.
Wie adressiert das Institut die Kommunikation von KI-Governance?
Führungskräfte müssen KI-Governance-Entscheidungen gegenüber verschiedenen Stakeholdern kommunizieren: Aufsichtsräten, Investoren, Regulierern, Mitarbeitenden, Betriebsräten und der Öffentlichkeit. Das Institut entwickelt strategische Kommunikationsrahmen, die helfen, KI-Entscheidungen so darzustellen, dass sie Vertrauen schaffen statt Verunsicherung. Dieser Aspekt ist ein zentraler Differenzierungsfaktor des Instituts.
Zusammenarbeit
Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Das Erstgespräch dauert 30 Minuten, ist vertraulich und kostenfrei. Im Gespräch geht es darum, Ihre Situation zu verstehen: Welche KI-Entscheidung steht an? Welche Governance-Strukturen bestehen bereits? Welches Risiko sehen Sie? Am Ende haben Sie eine erste Einschätzung und wissen, ob und wie das Institut Ihnen weiterhelfen kann. Es besteht keine Verpflichtung.
Für welche Organisationen ist das Institut relevant?
Das Institut adressiert drei Zielgruppen: Großunternehmen, die Governance-Architektur und Peer-Validierung benötigen; mittelständische Unternehmen und Familienunternehmen, die zugängliche Erstorientierung suchen; sowie öffentliche Institutionen unter regulatorischem Druck bei begrenzter strategischer Kapazität. Die verbindende Klammer ist der Bedarf an vorstandstauglicher KI-Governance-Orientierung.
Bietet das Institut auch operative KI-Compliance an?
Nein, das Institut selbst übernimmt keine operative Compliance-Umsetzung. Diese bewusste Abgrenzung sichert die Unabhängigkeit der strategischen Orientierung. Für die operative Absicherung arbeitet das Institut mit zertifizierten Compliance-Partnern zusammen, die als externe KI-Beauftragte laufende Überwachung, Dokumentation und Audit-Vorbereitung übernehmen. Der Übergang von der Orientierung zur operativen Umsetzung ist nahtlos organisiert.
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